Die Verbreitung von Kinderbilder im Internet

By Jenny Pflügl

16. Oktober 2019

Zur heutigen Zeit des Internets geschieht vieles über dessen Auswirkungen man sich nicht bewusst ist, doch möchte ich heute auf eine ganz spezielle Thematik eingehen – die der Verbreitung von Kinderbilder im Internet.

Nicht nur, um für meine Kunden immer auf dem aktuellsten Stand zu sein, mache ich mir um das Thema Datenschutz sehr viele Gedanken. Auch in politischer Hinsicht verfolge ich die Auswirkungen sehr genau. Immer mehr geben wir unsere Privatsphäre und deren denen wir nahe stehen, Stück für Stück auf – uns fehlt einfach wieder das Bewusstsein dafür. Natürlich wollen wir unsere schönsten Momente auch zeigen und mit der Welt teilen.

 


Auswirkungen

Welche Auswirkungen hat es denn schon wirklich, wenn ich ein Bild (m)eines Kindes in Facebook, Instagram & Co. poste? Hierfür gibt es wohl mehrere Gründe. Die einen sagen, dass das Kind evtl. gar keine Bilder von sich präsentieren möchte. Die wohl weitaus schlimmere Variante ist die der Reichweite des Internets unglaublich großen Nischen von Kinderpornografischen Ringen. Programme sind extra darauf getrimmt für perverse Kunden sämtliche im Internet verfügbaren Kinderbilder durchzuwühlen und herunterzuladen. Diese werden in spezielle Ordner für gewisse Vorlieben abgelegt – ganz automatisch! Diese Programme durchwühlen das Internet mit extra dafür entwickelte Algorithmen. Wofür diese Bilder verwendet werden, kann sich wohl jeder denken und möchte nicht noch extra erwähnen müssen.

Ich persönlich würde weder meine, noch die Bilder meiner (vielleicht zukünftigen Kinder) in den Händen eines solchen Menschen wissen wollen. Auch Bilder mit viel Kleidung können wohl hier nicht schützen um als gewisse Vorlagen zu dienen. Solltet Ihr doch wirklich einmal Eure Glücksmomente teilen wollen, achtet doch bitte darauf, dass Kinder zumindest nicht wirklich gut zu erkennen und somit uninteressant sind. Beispielbilder von meinem letzten Familien-Shooting.

 

 

Privatsphäre schützen

Wir sollten uns um unsere persönlichen Daten wieder etwas mehr Gedanken machen. Immer mehr unserer persönlichen Daten werden gesammelt. Unser Einkaufsverhalten wird analysiert (um noch gezielter Werbung an uns schalten zu können). Unsere Freunde und Bekannte gespeichert (um ein noch besseres Meta-Profil von uns zu erstellen). Die Gespräche mit diejenigen (mittlerweile sogar die, die abends im Bett geführt werden). Klar werden auch gemeinsame Bilder gespeichert und zur Not wird noch ein Shooting auf der Autobahn gemacht, um noch herauszufinden, wo man hinfährt. Aber das ist wohl mal ein extra Beitrag wert, der bestimmt auch bald kommt.

 Am allerbesten ist wohl wir gehen wieder „back to oldschool“ und wir präsentieren die privaten Bilder wieder an den eigenen Wänden. Oder auch im persönlichen Album – zwar mit weniger Reichweite, dafür voller Kontrolle.

  

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